Gelungenes Bewerbungsanschreiben

So gelingt euer Bewerbungsschreiben

Egal, ob auf eine Ausschreibung oder als Initiativbewerbung: Wir erklären euch, wie ihr mit eurem Bewerbungsschreiben rundum überzeugt.

Um das perfekte Bewerbungsschreiben wird oft ein großes Geheimnis gemacht – und wen man auch fragt, jede*r hat einen anderen Tipp parat, wie potenzielle Arbeitgebende am besten zu überzeugen sind. Die Wahrheit ist aber, dass es ein paar einfache, grundlegende Dinge gibt, die euch bei eurer Bewerbung zum Erfolg führen.

Die Bestandteile einer guten Bewerbung

Heute werden die meisten Bewerbungen per E-Mail und nicht per Post versendet. Das ändert aber nichts an den grundlegenden Teilen, aus denen sie bestehen:

  • Deckblatt (optional)
  • Anschreiben, auch Motivationsschreiben genannt
  • Lebenslauf
  • Anlagen, zum Beispiel Schulzeugnisse, Praktikumsbescheinigungen oder Arbeitszeugnisse

 

Praktische Tipps für alle Teile eures Bewerbungsschreibens

Das Deckblatt

Das Deckblatt ist bei Bewerbungen kein „Muss“, lässt euer Bewerbungsschreiben aber professioneller und ordentlicher aussehen. Außerdem hilft es euren potenziellen Arbeitgebenden dabei, auf den ersten Blick zu erfassen, worum es geht. Daher sollten auf eurem Deckblatt folgende Informationen zu finden sein:

  • Wofür ihr euch bewerbt, zum Beispiel „Bewerbung als Auszubildende zur Dachdeckerin“ oder „Bewerbung Schülerpraktikum Kfz“
  • Eure Kontaktdaten, das heißt euren Namen, Adresse, Telefon- oder Handynummer und E-Mail
  • Optional: ein professionelles Bewerbungsfoto
  • Optional: Hinweis auf die Anlagen weiter hinten, wie Zeugnisse

Das Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben ist eure Vorstellung bei potenziellen Arbeitgebenden und soll deutlich machen, was euch persönlich dazu motiviert, in dem jeweiligen Beruf zu arbeiten, und warum gerade ihr den Job bekommen solltet. Dafür müsst ihr aber keine Romane schreiben, sondern auf einer DIN-A4-Seite erklären, was euch an dem Beruf interessiert und motiviert und ob ihr schon Erfahrungen mit ähnlichen Tätigkeiten gemacht habt. Das kann zum Beispiel sein, dass ihr gemeinsam mit Familie, Freund*innen, in einem Ehrenamt wie der Feuerwehr oder in einem Nebenjob bei der Renovierung einer Wohnung geholfen habt, gemeinsam Haar-Tutorials bei YouTube ausprobiert oder an einem Roller oder Auto rumgeschraubt habt. Wichtig ist vor allem, dass durchkommt, dass ihr wisst, was den Beruf ausmacht, Lust auf die Arbeit und keine Angst vorm Anpacken habt!

  • Beschränkt euch auf maximal eine DIN-A4-Seite.
  • Zeigt, dass ihr euch über den Beruf informiert habt und motiviert seid.
  • Vermeidet Rechtschreib- oder Tippfehler. Lasst jemanden Korrekturlesen und/oder nutzt kostenlose Tools wie die Textprüfung auf duden.de.
  • Achtet auf eine ordentliche Formatierung, zum Beispiel in Schriftart Arial, Schriftgröße 10 mit Absätzen für verschiedene thematische Punkte.

Der Lebenslauf

Auch wenn das Motivationsschreiben wichtig ist, interessieren sich Arbeitgebende häufig vor allem für den Lebenslauf. Dieser zeigt nämlich auf einen Blick, was ihr an Fähigkeiten und Wissen mitbringt. Wer gerade frisch die Schule abgeschlossen hat, bringt natürlich einen kürzeren Lebenslauf mit, aber auch ehrenamtliche Tätigkeiten, PC-Kenntnisse oder ein Führerschein sind für Arbeitgebende interessant – vergesst also nicht, auch sowas zu erwähnen.

Folgende Informationen sollten auf eurem Lebenslauf in dieser Reihenfolge zu finden sein:

  • Persönliche Informationen, also euer Name, Adresse, Geburtstag und Geburtsort
  • Schulbildung, von wann bis wann ihr welche Schule besucht habt und welche Abschlüsse ihr dort erreicht habt
  • Praktische Erfahrungen wie Praktika, Ehrenämter, Mitgliedschaft in Vereinen und AGs
  • Eure persönlichen Fähigkeiten und Kenntnisse, z. B. Kenntnisse von Programmen wie Microsoft Office Word oder Excel, Photoshop, Sprachkenntnisse oder welche Führerscheine ihr besitzt
  • Optional: Wenn ihr kein Deckblatt erstellt habt, könnt ihr ein Bewerbungsfoto rechts oben neben euren persönlichen Informationen einfügen.

Anlagen

Als Anlagen zu eurer Bewerbungen zählen alle Dokumente, die bestätigen, dass ihr zum Beispiel wirklich den Schulabschluss erzielt habt, den ihr in eurem Lebenslauf angebt. Fügt daher Kopien bzw. Scans von eurem letzten Abschlusszeugnis, Praktikumsbescheinigungen, Arbeitszeugnissen oder Empfehlungsschreiben von Lehrer*innen oder der Leitung eures Ehrenamts bei.

Wichtig: Solltet ihr eure Bewerbung per Post versenden, verschickt niemals eure Originalzeugnisse, sondern immer Kopien! Benutzt für eure postalische Bewerbung am besten einen Umschlag mit einem Papprücken, damit eure Dokumente möglichst ungeknickt bei den potenziellen Arbeitgebenden ankommen.

Online-Bewerbungsformulare

Manche Betriebe verwenden Online-Bewerbungsformulare, die ähnlich aufgebaut sind wie klassische Bewerbungen. Daher könnt ihr in den meisten Fällen Informationen wie das Motivationsschreiben hineinkopieren und Schulabschlüsse und persönliche Kenntnisse eintragen. Wenn ihr schon eine fertige Bewerbung erstellt habt, nimmt euch diese auch beim Ausfüllen des Online-Bewerbungsformulars einiges an Stress ab und ihr müsst euch keine Sorgen um die Rechtschreibung und Tippfehler machen.